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Tom Clancy’s The Division – Dunkel wirds

Mit der Beta zu The Division wird der nächste Kracher der Tom Clancy‘s-Riege schon ordentlich vorbereitet. Und wie jede Reihe, die unter diesem Namen erschienen ist, gibt es auch dieses Mal etwas gänzlich Eigenes. Statt der bekannten Rezepte aus Taktik-Shooter Ghost Recon und Stealth-Ikone Splinter Cell, hat man sich bei Ubisoft für ein Open-World-RPG entschieden.

Aber was braucht man für ein gutes Open-World-RPG? Großes Areal, wahlweise eine große Stadt, eine quasi unüberwindliche Bedrohung und einen Protagonisten in einer heils- oder unheilsbringenden Funktion, der sich über besagte Bedrohung hinwegsetzt?

Spannendes Setting als optimaler Einstieg

The Division bedient sich dieser Formel und potenziert das Ergebnis auf über 9000. So spielt sich alles in Manhattan ab, einem der fünf großen Stadtbezirke New Yorks. Und hier geht das Staunen schon los, denn gemäß der technischen Möglichkeiten, bietet The Division eine optische Szenerie der Extraklasse: Ein durchaus maßstabgetreues Manhattan mit all den berühmten Orten und schönsten Schauplätzen. Ihr wollt Gegner im Madison Square Garden niedermähen, den Times Square von zwielichtigen Gestalten befreien oder die U-Bahn erkunden? Alles mit drin.

Doch was befiel diesen pompösen Bezirk? Ganz simpel: Am Black Friday, dem fast schon sakralen Startschuss für die Weihnachtseinkäufe, fluten die Menschen aus den Häusern in die Läden, räumen Prozente ohne Ende ab und shoppen was das Zeug hält. Nun kommt es jedoch, dass Terroristen Geldnoten mit einem verheerenden Virus versehen und diese in Umlauf bringen. Durch den boomenden Handel verbreitet sich das Geld und damit der Erreger in Windeseile. In kurzer Zeit ist Manhattan ein Schatten seiner selbst, die Bevölkerung nahezu ausgelöscht, staatliche Instanzen völlig in sich zusammengebrochen und die Überlebenden kämpfen in den Straßen um, die Dinge, um die es sich noch zu kämpfen lohnt; der absolute Ausnahmezustand.

So abstrus der verseuchte Black Friday hier als Plot auch erscheint, umso erfrischender ist er und kommt in der Folge niemals lächerlich rüber. Wie oft hat man als Sondereinheit Klischee-Bösewicht Nr.24601 und seine Schergen ausgeschaltet und damit die Welt gerettet. Durch das ständige Verbessern der Lage und Rehabilitieren der Stadt hingegen, entsteht schnell das Gefühl, weiter zu kommen und etwas zu erreichen. Wir sagen: Schöne Abwechslung!

The Division Weihnachten

Ein einfaches System mit viel Tiefe? The Division macht’s vor

Hier kommt ihr also ins Spiel. Als männlicher oder weiblicher Charakter werdet ihr als Agent der “Strategic Homeland Division”, kurz The Division, an den Rand des abgeriegelten Manhattans gebracht, begebt euch auf den Weg zum Hauptquartier und startet von da aus die Operation. Leider sieht die Basis genau so aus, wie der Rest des New Yorker Bezirks: ohne Strom, verwahrlost und menschenleer. Hier bekommt ihr eine erste Einführung in die Klassen, die euch erwarten.

Ja, in der Tat. Als MMO-RPG-Shooter greift auch The Division auf ein typisches Klassensystem zurück. Im Spiel sinngemäß Medizin, Technologie und Sicherheit genannt, verbergen sich dahinter die Attribute und Skills eines Heilers, eines Damage Dealers und die eines Tanks. Was nach Standard klingt, tut dem Ganzen jedoch keinen Abbruch. Mit aktiven wie passiven Fähigkeiten stellt ihr euch euer Survival-Kit zusammen und macht euch auf den Weg, die Stadt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Mit jeder abgeschlossenen Mission baut ihr einen Teil eurer Basis wieder auf, die in die genannten Klassen aufgeteilt ist. Dadurch schaltet ihr weitere Skills frei oder verbessert die bereits Erworbenen. Gefundenes Equip wie Jacken, Gasmasken und neue Waffen verbessern zudem die Hauptwerte eures Charakters. Auch hier ist The Division gut überschaubar, erfordert dennoch ein gutes Auge in der Zusammenstellung. So gibt es “DPS” (Schaden pro Sekunde), Lebens- und Fähigkeitspunkte, die den Schaden eurer aktiven Fähigkeiten bestimmen. Zusätzlich zur gefundenen Ausrüstung gibt es allerhand Waffenmods wie Magazine, Zielfernrohre, Griffe. Diese verbessern zum Beispiel die Nachladezeiten und dahingehend auch den ausgeteilten Schaden.

Schwierigkeitsgrad: Ohne Deckung bist du Matsch!

Wer glaubt, ohne Weiteres durch Manhattan marschieren und einfach alles im Duke Nukem-Style wegfetzen zu können, wird sich sehr schnell am letzten Checkpoint wiederfinden. Die KI ist absolut unbarmherzig und schießt bei bloßem Blickkontakt aus allen Rohren. Barrikaden, Stromkästen, Autos… alles was eine glatte Wand hat, kann euch als Deckung dienen und somit viel Frustration ersparen. Wer wenig taktisches Vorrausschauen besitzt, sollte sich den Kauf zwei Mal überlegen, denn wer hier im Kugelhagel fällt, kann es nicht auf eine schwere Steuerung oder übermenschliche Gegner schieben.

Wer etwas Abwechslung von Story und Sidequests haben, den Extrafunken Spannung und die Chance auf seltene Gegenstände haben möchte, der macht sich auf den Weg in die “Dark Zone”. Hier findet ihr neben hammerharten Gegnern auch echte Spieler, die aus den gleichen Motiven hier sind und denen ihr womöglich im Wege sein werdet. In der “Dark Zone” erwartet euch somit die PVP-Erfahrung im düstersten Teil des Bezirks, aber auch die Chance auf das ultra-rare Sturmgewehr eurer Träume. Betreten auf eigene Gefahr.

The Division Deckung

Immer Online. Trotzdem Singleplayer!

Wie so manches Spiel der Current-Gen Konsolen unterliegt auch The Division dem “Immer Online”-Zwang. Das ist durch seine Auslegung als MMO gar nicht weiter verwunderlich oder gar schlimm. Zur Freude des Spielers läuft man nämlich nicht mit gefühlten 10000 Spielern die selbe Straße entlang, sondern kann sich die Leute gewählt aussuchen, mit denen man Manhattan sichert. Das beugt Drop-Dieben wunderbar vor und schont den Prozessor. Wer die Rehabilitierung der Stadt in die eigene Hand nehmen möchte, kann dies ohne Weiteres tun. Ein schönes Feature, was sich so manches Game gern hätte abgucken dürfen.

Angetreten zum Fazit

Ubisoft hat in vergangener Zeit nicht immer durch handfeste Gaming-Kost geglänzt (Nicht wahr, AC: Unity?). Aber hier kann man durchaus klar diagnostizieren, dass gute Arbeit geleistet wurde. Das Spiel läuft flüssig, das Equip macht sich optisch bemerkbar, das breite Waffenspektrum bietet eine angenehme Auswahl und es sieht dazu alles noch fantastisch aus. Noch schöner wird es dadurch, dass wir hier keinem sinnlosen Geballer ausgesetzt sind, sondern tatsächlich Köpfchen beweisen müssen, um ans Ziel zu gelangen. Man darf gespannt sein, wie die Schritte zwischen Beta und finalem Release aussehen, aber ich bin voller Zuversicht, dass die Community ein großes Feedback gegeben hat und das Team noch ein wenig tüfteln wird, um die endgültige Spieleerfahrung so grandios wie möglich zu machen.

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Über Henne

"Stay a while and listen" Ich, Hendrik "Henne" Müller, bin quasi instant in die Elite der Gaming-Welt hineingeboren worden und vorzugsweise wegen der fetten Graphik geblieben, die Story is ganz nett, aber manche Bosse sind einfach viiiel zu OP und bedürfen zumeist eines langen Grindings an Orten und Gegnern, die man bis dahin noch garnicht kennen kann...schon schlecht designed. Aber ich bin zu gespannt auf das Ending; ich hab gehört dass es wohl multiple Enden gibt und ich will sehen, wie meins sein wird.

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Du wachst auf einer Insel auf. Ohne viel Information. Ohne Vorräte. Ohne Werkzeug. Sehr an Battle Royale orientiert ist The Other 99, ein ambitioniertes Survival-Game von Burning Arrow. Wir haben auf der gamescom 2016 selbst Hand anlegen und das Spiel antesten dürfen.

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