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Sony zahlt bei jeder PS3 drauf

von am 14. Dezember 2009
 

Lesezeit: < 1 MinuteDass eine Konsole am Markt erfolgreich ist, ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit finanziellem Erfolg. Microsoft und Sony konnten davon früher ein Liedchen singen. Doch trotz geschrumpfter Produktionskosten bei der “Slim-Variante” zahlt Sony bei jeder verkauften PS3 ordentlich drauf. Eine neue Aufstellung über die Fertigungskosten durch die iSuppli Corporation haben die Kollegen von kotaku.com jetzt veröffentlicht.

Immerhin um 35% konnte der Konzern die Produktionskosten beim Bau der neuesten PS3-Generation im Vergleich zum etwas größeren und schwereren Modell senken. Demnach kostet nun die 120 GB-Variante mit 336,37 US-Dollar deutlich weniger, doch bei einem Verkaufspreis von 299 US-Dollar bleibt ein Minus von rund 36 Dollar je Konsole. Das klingt zwar nach einem relativ kleinen Betrag, wird aber bei den internationalen Absatzzahlen schnell zu einem Schreckgespenst. Alleine in den USA wurden im starken November 710.400 PS3 verkauft. Gehen wir mal davon aus, dass jede dieser verkauften Konsolen eine PS3-Slim war, dann kommen wir alleine hier auf ein Minus 25.844.352 US-Dollar. Mit dem Software-Geschäft kann Sony derzeit zwar diese Kohlen wieder aus dem Feuer holen, schafft es damit aber nicht unbedingt in den Bereich schwarzer Zahlen. Analysten sehen den Break-Even-Point, also den Zeitpunkt an dem die Produktionkosten und der Verkaufspreis auf einem Level liegen Ende nächsten Jahres kommen.

Und hier die Produktionskosten im Einzelnen:

Komponente Kosten Menge
Blu-Ray Laufwerk 66,00 $ 1
Reality Synthesizer 45,82 $ 1
Festplatte – 120 GB 38,00 $ 1
IBM Cell Broadband Engine 37,73 $ 1
Power Supply 20,35 $ 1
Cooler Assembly 11,27 $ 1
DRAM- XDR, 512 Mbit 9,80 $ 4
6-Layer – FR4, Lead-Free 8,47 $ 1
I/O Bridge Controller 5,59 $ 1
Bluetooth / WLAN 3,92 $ 1
Andere Komponenten 79,52 $ 1

Das sind insgesamt 326,47 US-Dollar für die Kosten der primären Teile der Konsole. Bleiben 9,81 US-Dollar für Zusammenbau und anschließenden System-Check.

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