Startseite / Features / Top 10 / Top 10 – Die emotionalsten Videospiel-Momente
Videospiel-Momente

Top 10 – Die emotionalsten Videospiel-Momente

Videospiele können eine ganze Ladung an Emotionen in uns auslösen. Besonders in storybasierten Spielen verbringen wir unzählige Stunden mit Charakteren, erleben durch sie eine Geschichte und lassen uns mitreißen. Ob wir nun nach einem Erfolg überglücklich sind oder völlig aufgelöst unsere Tränen nicht mehr zurückhalten können. Ihre Freude ist unsere Freude, ihr Leid ist unser Leid. Wir haben uns einige der emotionalsten und traurigsten Momente in Videospielen rausgesucht.

Eigentlich offensichtlich aber: Spoiler sind nicht zu vermeiden!

Platz 10: Assassin’s Creed: Revelations

“No books.. No wisdom.. Just you, fratello mio.”

Das Ende der goldenen Ezio Auditore-Ära von Assassin’s Creed liefert einen emotionalen Throwback zum ersten Teil der Serie. Die Erinnerungen von Altaïr begleiten Ezio das ganze Spiel über, und schließlich führt es ihn am Ende nach Masyaf. In der unterirdischen Bibliothek angekommen findet Ezio das Skelett Altaïrs, und wir dürfen seine finalen Erinnerungen miterleben. Eine Bibliothek ohne Bücher soll zu seiner letzten Ruhestätte werden. Um die Welt vor einer zu großen Macht zu beschützen, verabschiedet er sich von seinem Sohn und sperrt sich samt Edenapfel ein. Mit der Aufforderung uns zu setzen und “einen Moment auszuruhen” verabschieden wir uns von dem Assassinen mit dem alles begann..

Platz 9: Shadow of the Colossus

“I don’t believe this.. so it was you after all!”

Platz 8: Heavy Rain

“Dad!.. Dad!.. Wake up, Don’t leave me alone!“

Die vielen verschiedenen möglichen Enden von Heavy Rain ermöglichen es einem, ein emotionales Spektrum von Happy Ending bis Super-Super-Sad Ending zu erreichen. Wenn man es mit Ethan nicht schafft, seinen Sohn Shaun zu retten, kann man eine ganze Auswahl an schlechten Enden bekommen. Eines dieser Enden sticht jedoch an Emotionalität heraus: Das „König der Löwen“ von Heavy Rain. Ethan schafft es rechtzeitig seinen Sohn zu erreichen und aus der Falle seines Kidnappers zu befreien. Den Beiden ist jedoch nur eine sehr kurze Reunion gegönnt, denn prompt steht die Polizei vor der Tür. Sie halten Ethan für den Kidnapper ihres Sohnes und schießen (aus unerklärlichen Gründen) auf ihn. Er stirbt vor den Augen seines Sohnes und auf sie prasselt nur ein heftiger Regen.

Platz 7: Metal Gear Solid 3

“There’s only room for one Boss .. and one Snake.”

Es gibt einige Szenen aus dem Metal Gear Solid Franchise, die einen Platz auf dieser Liste verdient hätten.  Beispielsweise der Tod von Sniper Wolf im ersten Teil, der Tod von Olga im zweiten Teil oder der Tod von Naomi im vierten Teil. Wer hier ein Muster erkennt, der weiß: Hideo Kojima inszeniert einfach verdammt gut den Exitus von starken Frauen in seinen Spielen. Aber eine Powerfrau hat es uns besonders angetan und jeder, der Metal Gear Solid 3: Snake Eater gespielt hat, weiß, was jetzt kommt: The Boss. Die Frau, mit der alles begonnen hat. Die legendäre Soldatin und Landesverräterin, die man am Ende des Spiels töten muss, nur um dann herauszufinden, dass sie ihr Land nie verraten hat und sie mit ihrem Tod heldenhaft einen Nuklearkrieg verhindert hat. Den sonst so raubeinigen Protagonisten Snake dann weinend an ihrem Grab salutieren zu sehen war uns Platz 7 auf dieser Liste auf jeden Fall wert.

Platz 6: Red Dead Redemption

“I love you.. now go!”

Platz 5: Ni No Kuni

“Be good now… for me.”

Die Welten von Studio Ghibli sind bekannt dafür unglaublich schön zu sein, aber die traurigen Hürden des Lebens nicht einfach zu ignorieren. So entstehen Geschichte die oftmals eine bittersüße Tragik mit sich bringen. Auch im beschaulichen Motorville, einem kleinen Städtchen in dem alles perfekt zu sein scheint, holt einen das traurige Leben manchmal ein. Direkt zu Beginn von Ni No Kuni verliert unser Held Oliver seine Mutter, kurz nachdem sie ihn vor dem Ertrinken rettete. Diese absolut herzzerreißende Sequenz, gepaart mit einem wunderschönen Soundtrack, ist ein würdiger Einstieg in dieses tolle Spiel.

Platz 4: Final Fantasy VII

Aeris will no longer talk, no longer laugh, cry…. or get angry…”

Wohl einer der damals schockierendsten und heute berühmtesten Videospiel Momente ist der Tod von Aeris aus Final Fantasy VII. Als letzte Überlebende eines alten Volkes namens Cetra reist sie mit uns, um den Planeten zu retten. Doch für einen kurzen Augenblick trennt sie sich von der Gruppe. Wir finden sie in der “Vergessenen Stadt” während sie betet, als plötzlich der Antagonist Sephiroth mit seiner unmenschlich langen Masamune vom Himmel herabfällt und ihr in den Rücken sticht. Die herzzerreißendste Melodie der Welt ertönt und man verfällt in Schockstarre. Aeris ist tot. Das Blumenmädchen in rosa aus dem Slums. Für viele der Love-Interest der Geschichte. Das Herzstück der Gruppe, einfach weg. Der Verlust begleitet über den Rest des Spiels, voller Zorn möchten wir nur noch Rache an dem, der sie uns wegnahm. Doch es ist auch spürbar, dass sie im Herzen immernoch dabei ist, und auch am Ende ist sie es, die alle vor einer großen Katastrophe rettet..

Platz 3: The Walking Dead

“No, don’t worry.. I’ll miss you.”

Platz 2: The Last of Us

“Sarah.. Don’t do this to me, please..”

 The Last of Us bietet mehr als nur eine herzzerreißende Szene, aber die Todesszene von Sarah trifft genau da wo es am meisten weh tut. Wer ein paar Schritte weiterdenkt, kann sich zwar schon zu Beginn des Prologs denken, dass sie es vermutlich nicht schaffen wird. Als Vater versuchen wir aber so lange es geht sie zu beschützen, während um uns herum eine Epidemie ausbricht. Und dann passiert es doch: erschossen von einem Schützen, der nur einen Befehlt ausführt, liegt Sarah in Joels Armen und erliegt ihrem Schicksal. Die Musik, aber vorallem die ausgezeichnete Performance der Synchronsprecher, lassen es unfassbar real wirken. Joel verliert in wenigen Minuten alles was ihm lieb war, und man startet man mit einer unvergleichbaren Atmosphäre ins Spiel.

Platz 1: Final Fantasy VII: Crisis Core

“My honor, my dreams.. they’re yours now.”

Der ikonischste Tod der Final Fantasy Reihe mag zwar Aeris aus Final Fantasy VII sein, kommt an Emotionalität jedoch nicht an Zack Fair, aus dem dazugehörigen Prequel Crisis Core, heran. Es ist kein Schockfaktor, die meisten dürften zu Beginn des Spiels schon wissen, dass der Soldat Erster Klasse nicht bis zu den Credits überlebt. Dennoch trifft es einen wie ein Stein ins Gesicht. Im Alleingang kämpft Zack gegen unendlich viele Soldaten und verliert immer weiter an Lebenskraft. Die Erinnerungen an sein Leben, seine Freunde und vorallem seine geliebte Aeris ziehen an ihm vorbei. Doch es ist ein Kampf, den er nicht gewinnen kann. Auch wenn er sein eigenes Leben geben muss,  schafft er es Cloud zu beschützen und seins zu retten. Mit letzter Kraft überreicht Zack ihm sein Schwert und Vermächtnis, und stirbt als der wahrer Held, der er immer sein wollte. Wir verbleiben nur mit Gänsehaut und Tränen im Gesicht.

Supporte uns!

Über Miene

Schon vom Kindesalter an Videospiel-Enthusiastin; mein Herz schlägt für Klassiker wie Pokémon und Zelda, aber insbesondere für RPG's wie Final Fantasy und Kingdom Hearts. Im echten Leben bin ich Studentin der Musikwissenschaften und schreite so Tee- und Kaffee-schlürfend durchs Leben.

Lies weiter

30 Days of Video Game Challenge

30 Days Video Game Challenge: Tag 13 – Ein Spiel, das du öfter als 5 mal gespielt hast

Am dreizehnten Tag der 30 Days Video Game Challenge geht es um Spiele, die wir öfter als 5 mal gespielt haben. Lest hier die Antworten unserer Redaktion. Lasst uns auch eure Antworten in den Kommentaren an und schaut euch die anderen Tage der Challenge an.

5 Kommentare

  1. Pah, kein Secret of Mana, wenn das Mädchen am Ende stirbt? 😛
    Oder Journey? Twilight Princess, wenn Midna geht? Mass Effect hat auch ganz viele traurige Tode. Ach, ich glaube, das ist fast zu persönlich, da wird jeder eine andere Top 10 haben.

    Ich hab nur einen Moment aus der Liste selbst erlebt, das ist schon etwas peinlich. Dank dir kenn ich wenigstens auch Ni no Kuni 🙂

  2. Um – wie so oft – etwas Kritik zu üben… (Ich komme mir schon vor, wie der übelste Hater.)

    Ich würde es deutlich besser finden, wenn der Titel “Mienes emotionalste Momente in Videospielen” heißen würde, eben weil (wie David bereits sagte) das Ganze sehr subjektiv ist.
    Mit diesem Hintergrund macht die Auswahl auch deutlich mehr Sinn. Als “allgemeingültige Liste” finde ich es nämlich doch sehr schade, dass lediglich melancholische, traurige Momente gewählt wurden. Kein einziger, der primär Wut oder gar Freude hervor ruft.
    Als jemand, der eher der “Gameplay first”-Typ ist, finde ich es außerdem schade, dass alle Momente aus Cutscenes sind und nicht ein einziger Platz auf dieser Liste eine Gameplay-Situation referenziert.

    Um Ein Beispiel zu machen… Dark Souls. (Wer hätte das gedacht?! Es grenzt schon fast an Realsatire…)
    Geh mal in der ersten Spielhälfte ohne Homewardbone zum Ash Lake und kletter danach die Great Hollows wieder hoch. Wenn dir dabei auf halben Weg Estus und Purging Stones ausgehen und das nicht der panischste, angespannteste Moment in deiner Videospielkarriere ist, bist du ein komischer Mensch.
    …Für alle, die dieses Szenario nciht verstehen. Es ist ein unfassbar nerviger Weg, auf dem man sehr schnell durch Leichtsinn draufgehen kann. Der Tod zwingt euch dazu, wieder ganz von vorn anzufangen und unter Umständen startet ihr dann mit halbem Leben.
    “Aber, Lu Panik und Anspannung sind doch gar keine richtigen Emotionen!” Okay von mir aus. Aber die Wut auf das Level, die Gegner, das Spiel und vor Allem euch selbst, wenn ihr drauf geht oder die Freude und Erleichterung, wenn ihr es dann endlich schafft sind unfassbar. Selten war ich so kurz davor 60€ für einen neuen Controller ausgeben zu müssen und kaum ein anderes Mal, war ich so unglaublich froh, als es endlich vorbei wahr…

  3. Aber alle Artikel sind doch subjektiv, auch wenn sie behaupten objektiv zu sein 🙂

    Es ist tatsächlich auch nicht nur Mienes Top 10, da sie ein paar Leute nach ihren Meinungen gefragt hat. Es ist also eine IKYG-Top 10 🙂

  4. Na alle aus der Redaktion hat sie eben auch nicht gefragt, es ist also nur eine halbe IKYG-Top 10 ^^. Sonst wär nämlich mindestens Mass Effect mit drin gewesen.

    Und das Problem mit der Subjektivität hat man ja eh immer. Da wird halt immer nur das Wiedergegeben was man selbst irgendwie erlebt oder miterlebt hat. Meine Top 10 würde auch ganz, ganz anders aussehen – da ich bis auf Ni No Kuni noch keines der Spiele auch nur angespielt habe (wobei ich nicht mal sicher bin ob ich auf 10 emotionale Szenen in Videospielen erlebt habe, die mich tatsächlich angerührt haben).

  5. Für mich wäre der Selbstmord von Kate aus Life is Strange auf Platz 1, weil man sich zuerst mit ihr angefreundet hat und ihr nur helfen will aber sie das offensichtlich nicht ganz versteht. Dann kommt ja noch der Wachmann und Victoria und ihre Freunde dazu. Dann auf dem dach, wenn man sie eventuell springen sieht oder eben auch nicht und Max’s Reaktion fühlt sich sehr glaubwürdig an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*